DIE GESCHICHTE VON GRICH...
Eine antike Volkslegende erzählt, dass die Einwohner von San Michele im ganzen Mairatal Grich genannt wurden …. Und das ist der Grund warum unserem Lokal den Namen „La Tano di Grich“ gaben. Im Inneren des Lokals befinden sich alte Wasserschleusen, auf denen diese eigenartige Geschichte teilweise dargestellt ist ….

Als vor hundert Jahren Ludwig der Zweite, Markgraf von Saluzzo, über das gesamte Mairatal herrschte, begann auch in San Michele di Prazzo das Salz knapp zu werden. Die Not an Salz war in jener Zeit so groß, dass die Leute durch das Gebirge bis zum Meer wanderten, um sich das Salz von dort zu holen. Kam es aber vor, dass das Salz trotzdem nicht für alle Einwohner ausreichte, packte die Leute die Angst und sie benahmen sich wie in Zeiten einer Hungersnot. Es ist nicht bekannt wie sich die anderen Talbewohner verhielten, aber jene von San Michele beschlossen nach langer Überlegung, die geringe Menge an Salz, die noch da war, anzubauen. Sie besäten also ein kleines Stück Feld und warteten drei Wochen, dann machten sie sich alle zusammen auf den Weg, um zu ernten. Als sie aber auf dem Feld nur Grillen sahen, erstarrten sie wie Salzstatuen und wussten nicht was sie tun sollten. Der Bürgermeister fand als Erster wieder die Sprache und sagte im Befehlston: “Die Grillen haben uns das Salz vom Feld weggenommen, also nehmen wir die Grillen vom Feld weg.“ Daraufhin befahl er, dass sich jeder Bewohner von San Michele mit einem Stock bewaffnen und auf die Grillen einschlagen sollte. Die Bewohner von San Michele fanden dies richtig und als einer von ihnen eine Grille am Kopf des Bürgermeisters sah, schlug er einfach zu: mit einem Schlag tötete er die Grille aber auch den, der darunter stand. Damit endete dieser komische Krieg, wie aus der Antwort der heimkehrenden Männer an ihre Frauen, die sie auf der Schwelle ihrer Häuser erwarteten, zu schließen ist: “Wir haben zwei getötet, einen der unseren und einen der anderen.“ So entstand der Spitzname, den sich die Einwohner von San Michele ab jenem Moment verdienten und mit dem sie im ganzen Mairatal noch heute und vielleicht für immer genannt werden: „i Grich“ (die Grillen).
DIE ZIMMER
In einem alten umstrukturierten Haus wenige Meter von der Gastwirtschaft entfernt befinden sich die Zimmer und ein Schlafsaal, der als “Posto Tappa” für Gruppen oder für die Wanderer der okzitanisichen Rundwege dient. Die Zimmer (Ehebett + Etagenbett) wurden in einem vollständig renovierten Bauernhaus in der Nähe der Gaststätte eingerichtet. Die Zimmer haben ein eigenes Bad, der Saal hat 8 Schlafplätze in Doppel- oder Etagenbetten.
PREISE FÜR DIE GASTSTÄTTE: Halbpension € 55/60, Vollpension € 70, Übernachtung und Frühstück € 35 Posto tappa €40/45
EIN WENIG GESCHICHTE VON SAN MICHELE….
San Michele Prazzo hat im Laufe der Jahre an sämtlichen historischen Ereignissen des Mairatals teilgenommen: zuerst die Beherrschung durch die Markgrafschaft von Saluzzo und dann durch das Königshaus Savoy. Zwischen Mitte 1800 und dem ersten Weltkrieg (1915/18) erlebten San Michele Prazzo und seine Ortsteile eine glückliche und blühende Zeit, anfangs 1900 zählte die Gemeinde von San Michele Prazzo rund 2.000 Einwohner. Als im ersten Weltkrieg viele junge Soldaten an die Front abberufen wurden und dort fielen gingen die schönen Zeiten für San Michele Prazzo zu Ende. 1928 wurde San Michele Prazzo, das bis zu diesem Zeitpunkt eine selbständige Gemeinde war, mit Ussolo zusammengeschlossen und es wurde die Gemeinde von Prazzo gegründet, die heute noch besteht. Der zweite Weltkrieg (1939/45) zog für San Michele Prazzo einen definitiven und unaufhaltbaren Niedergang und Entvölkerungsprozess hinter sich, der die heutige Situation entstehen ließ (rund 50 Einwohner). San Michele Prazzo ist in 24 Ortsteile aufgeteilt, die im gleichnamigen Tal zerstreut angesiedelt sind: diese sind in vier Kantone zusammengefasst, die in okzitanischer Sprache “cantouns” genannt werden. Jeder Kanton besteht aus einer gewissen Anzahl von Ortsteilen, “ruas” genannt.
DIE KIRCHE
Die Pfarrkirche von San Michele Prazzo, die Sankt Michael gewidmet ist, wurde auf Initiative des Pfarrers Don Antonio Del Piano von Celle Macra in den Jahren 1834/1835 auf den Ruinen der bereits bestehenden romanischen Kirche des XIII. Jahrhunderts erbaut, von der die Apsis und der Glockenturm mit Giebelform erhalten geblieben sind. Die Fresken auf der Vorderseite stammen aus dem Jahre 1864 und sind Werk der Maler Francesco Agnese und Francesco Gautiero von Caraglio.
DER GEMEINDEPALAST
Das Gemeindegebäude gegenüber der Pfarrkirche war bis 1928 Sitz der Gemeinde von San Michele Prazzo; dann wurden in diesem Gebäude die Grundschule und die Wohnungen für das Lehrpersonal eingerichtet. In jüngerer Vergangenheit diente es dem Postamt und dem Arztambulatorium. Heute beherbergt es die Gastwirtschaft ‘La tano di Grich’. Die Bauarbeiten begannen im Jahre 1849 und wurden 1854 beendet, mit Ausnahme der Dekorationsarbeiten der Hauptfassade, die auf 1864 zurückgehen.

Previsioni del tempo
Spaziergänge:
Sentiero Renato Cavallero
Sentiero Dino Icardi
Für Auskünfte und Buchungen:
La Tano di Grich dalle Sorelle Cesano
Borg. Chiesa, Fraz. San Michele 3 12028 Prazzo (CN)
Tel: +39 0171 99307
Email: info@latanodigrich.it